Ursberger Gebärdensprache

Ursberger Gebärdensprache

Die Ursberger Gebärdensprache hat eine jahrhundertealte Geschichte. So wurde bereits 1888 der erste "Taubstummenunterricht" mithilfe von Gebärdensprache abgehalten. Diese wurde damals von den Klosterschwestern in Ursberg entwickelt und für den Unterricht genutzt. Die Ursberger Gebärden stellen somit einen wichtigen, langerprobten und sich immer weiterentwickelnden Schatz für die Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit Hörschädigung und weiteren Einschränkungen dar.

 

 

Unsere Gebärdenbücher

Im Jahr 2006 erschien das Ursberger Gebärdenbuch Band 1 mit seinen 1200 Sprachzeichen. Es enthält einen Gebärdenwortschatz unter besonderer Berücksichtigung der jahrzehntelangen Erfahrungen mit mehrfachbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Dominikus-Ringeisen-Werk und wurde als Hilfe zur Kommunikation erarbeitet.

Die Gebärden sind den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen angepasst. Sie enthalten notwendige Bewegungsvereinfachungen und bilden in ihrem Vollzug möglichst das Signifikante des Begriffsinhaltes nach. Dadurch können diese Sprachzeichen schneller und sicherer erfasst und wiedergegeben werden.

Im September 2013 erschien Band 2 als Erweiterung. Er enthält 43 Oberbegriffe aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler. 

Im Frühjahr 2021 erschien dann Band 3 der Ursberger Gebärden mit dem Inhalt "Werkstatt- und Förderstättengebärden". Er enthält 18 Oberbegriffe zu diversen Arbeitsumfeldern. 

Alle Bücher enthalten je eine CD, so dass die Gebärden am Computer ausgedruckt werden können.

 

Jährlich werden im Herbst im Förderzentrum Hören Gebärdenkurse zu den Ursberger Gebärden angeboten.

 

Online-Shop

Die Gebärdenbücher sind über unseren Online-Shop zu beziehen. Unter dieser Adresse erfahren Sie auch weiteres interessantes Hintergrundwissen zu den Ursberger Gebärden.

Kurzgeschichten für den stufenweisen Leseunterricht

Um den unterschiedlichen Lesebedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, werden sämtliche Arbeitsblätter, Texte und Bücher umgearbeitet und mit Bildern, Gebärden oder Symbolbildern versehen. So entstanden beispielsweise die "Mona-Bücher" für die SVE und die Grundschulstufe.

 

 

Die Kurzgeschichten von "Mona" 

Lesen soll Spaß machen!

 

"Mona sucht Pilze", "Mona macht Pizza" und "Schau! Was macht Mona?"

Die leicht nachvollziehbare Abhandlung der Geschichte, die klaren, prägnanten Situationsbilder zum Text und vor allem das beigefügte Handlungsmaterial, das auf den entsprechenden Seiten vom Kind direkt aus der Geschichte gezogen werden kann, haben einen hohen Aufforderungscharakter zum Lesen und Nachspielen.

Der schrittweise Lesebegriff bietet für jedes Kind die Möglichkeit zur Differenzierung. Individuell abgestimmt können entweder der Bildsatz, der Gebärdensatz oder der Schriftsatz zur Sinnentnahme herangezogen werden.

Der zum Handeln auffordernde, lustbetonte Schluss der Geschichte motiviert Kinder, Eltern und Erzieher, das Buch wiederholt zur Hand zu nehmen.

       

 

 

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu den "Mona - Büchern". Sie können über folgende Adresse zu einem Preis von jeweils 30 € bestellt werden:

lang.sieber@googlemail.com